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THR-News

So ist Herr Wüsten, Kriminaloberkommissar am Polizeipräsidium Bonn, Abteilung „Kriminalprävention und Opferschutz“ in das Thema „Drogen und Strafen“ eingestiegen.

Da wir in der 8. Klasse laut Lehrplan im Politikbuch gerade mit dem Thema Jugendschutzgesetz und Jugendkriminalität beschäftigt waren, bot sich dazu eine Einführung des Betäubungsmittelgesetzes aus Sicht der Polizei an. Herr Wüsten fragte die Schüler, was sie an dem Thema „Drogen“ interessiere und wer eventuelle Fragen dazu beantworten könne. So wurden vonseiten der Schüler Nebenwirkungen und Auswirkungen, welche Arten, welche Form es gebe und wohin sie gehen können, wenn sie ein Problem haben, nachgefragt. Neben Ärzten, Vertrauens- und Beratungslehrern und Sozialarbeitern an der Schule wurden von den Schülern bei Problemen in erster Linie die Eltern als Ansprechpartner ihres Vertrauens genannt.
Die Klasse 8c ist dank ihrer Klassenlehrerin Frau Wilms im letzten Jahr im Fach Politik medienfit gemacht worden. Sie könnte also ohne weiteres auf die Seite www.drugcom.de (Präventionsseiten zum Nachschlagen von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) zugreifen, die Herr Wüsten den Schülern ans Herz gelegt hat - im Vergleich zu einigen unzulänglichen Infos, die gerade im Internet kursieren. Es sei unbedingt notwendig, mit Jugendlichen darüber zu sprechen und sie über Drogenkonsum aufzuklären, da diese im Wachsen seien. Herr Wüsten erklärte dann die Wirkung verschiedener Drogen auf Leber und Hirn und die Auswirkungen von Missbrauch, z. B. von Alkohol auf den jugendlichen Organismus. Die Schüler waren ziemlich entsetzt von der Vorstellung, aufgrund einer Überdosis im Krankenhaus den Magen ausgepumpt und Windeln angelegt zu bekommen.
Anhand einer Power-Point-Folie konnten die Schüler selbst erkennen, welche legalen und illegalen Drogen es gibt. Näher eingegangen ist Herr Wüsten auf Cannabis und die Shisha. Beeindruckend für die Schüler und auch für mich war die Langzeitwirkung der ersteren Droge im Körper. So wurde in einem Versuch mit Piloten nachgewiesen, dass die Abweichung von der Landeposition 9,8m nach Verzehr von Cannabis beträgt, nach 24 Stunden noch 7,3m. Im Vergleich dazu 3,7m ohne Einnahme der Droge. Was die Shisha anbetrifft, so waren die Schüler nicht schlecht erstaunt, dass das Rauchen erst mit 18 Jahren erlaubt und welchen giftigen Inhaltsstoffen man beim Inhalieren ausgesetzt ist. Schlussfolgerung: Drogenkonsum ist nachweisbar! Herr Wüsten erzählte aus seinem reichen Erfahrungsschatz auch, dass Lehrlinge in gewissen Ausbildungsgängen nach positiven Drogentests abgelehnt wurden, da selbst drei Monate nach Einnahme der letzten Drogen noch Spuren im Körper nachgewiesen werden konnten. Die Kosten für Beratung und Tests müssen von den Konsumenten selbst aufgebracht werden. Er wies ebenso daraufhin, dass es einige neue auch sogenannte „Designerdrogen“ auf dem Markt gebe, deren Konsum noch nicht laut Betäubungsmittelgesetz verboten sei, da man gewisse „Stoffe“ noch nicht erkannt habe.
Es folgte eine Einführung in das Jugendschutzgesetz und was man ab 16 und ab 18 konsumieren darf. Den Schüler wurde bewusst, dass sie mit 14 schon strafmündig sind.

Frau Wilms fragte abschließend die Klasse 8c, was sie aus diesen Stunden mitnehmen würden und die Schüler brachten ihre Dankbarkeit zum Ausdruck, ein Stück weit mündiger gemacht worden zu sein, was den Umgang mit legalen und illegalen Drogen und die Konsequenzen bei Missbrauch betrifft.

Monika Reinwand  / 27.10.2014

   

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