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Leider können unsere SchülerInnen wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht mit ihren Beiträgen am Volkstrauertrag teilnehmen. Daher möchten wir auf diesem Wege die Gedanken der SchülerInnen veröffentlichen. 

Ein Dank gilt allen SchülerInnen der Klasse 10c mit ihrer Klassenlehrerin Frau Wegener-Sicking für die Erarbeitung der Texte und Frau Mohr-Guntrum, die im Kunstunterricht die SchülerInnen bei der künstlerischen Darstellung betreut hat.
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Volkstrauertag

Bienvenue  !  Benvenuti !   Welcome!    Serdecznie witamy!   Willkommen !   Dobro pozhalovat!

Heute begehen wir den Volkstrauertag und gedenken der Toten der zahlreichen Kriege.

Der 2. Weltkrieg wurde vor 75 Jahren beendet. Da waren noch nicht einmal unsere Großeltern geboren.

Hat dieser Gedenktag noch etwas mit uns zu tun?

Eine Mitschülerin hat uns erzählt, dass ihr Ur-Ur-Großvater als russischer Soldat sein Dorf gegen die deutschen Angreifer verteidigt hat. Sie hat auch berichtet, dass ein deutscher Soldat durch eine Lüge ihre Ur-Großmutter gerettet hat.

Ein Mitschüler hat von seinem Großvater in Italien erzählt, der Informationen für die Soldaten weitergeleitet hat.

Ein anderer Schüler aus unserer Klasse hat berichtet, dass sein Großonkel auf der Flucht vor russischen Soldaten ertrunken ist. Viele andere Flüchtlinge seien verhungert oder erfroren.

Eine andere Schülerin berichtete von ihrem Vater, der als russischer Offizier in Tschetschenien gekämpft hat. Er erzählte ihr, dass bereits Kinder, die so alt waren wie wir heute, als Soldaten eingesetzt wurden. Sehr viele sind gestorben, weil sie gar keine Ausbildung hatten. Er kann diese grausamen Bilder nie vergessen.

Ein weiterer Schüler erzählte von seiner sehr alten Nachbarin in Meckenheim,  die als Kind während des Krieges nie genug zu essen hatte und wegen der schlechten Ernährung immer krank war. Sie hat im Krieg ihre beiden Brüder verloren, die nicht einmal 20 Jahre alt waren.

Schließlich beschrieb eine Mitschülerin, dass sie in Nordfrankreich riesengroße Soldaten-Friedhöfe gesehen hat, auf denen Tausende Soldaten begraben worden waren: Franzosen, Deutsche, Engländer, Kanadier und viele andere.

Obwohl so viele Jahre vergangen sind seit dem Ende des 2. Weltkrieges, sind die Erinnerungen doch Teil unseres europäischen Gedächtnisses.

Beim Nachdenken über diese Zeit ist uns erst wirklich klar geworden, welch ein Glück es bedeutet, in Frieden zu leben.
Heute leben wir in enger Nachbarschaft mit Menschen, die ihre Wurzeln nicht nur in Deutschland haben, sondern in Russland, in Frankreich, in Marokko, in England und in vielen anderen Gebieten der Welt. Das friedliche Zusammenleben ist für uns Alltag.

Aber wie wird unsere Zukunft aussehen? Werden wir den Frieden erhalten können? Gibt es heute noch Gefahren für den Frieden?

Eine Mitschülerin, die aus Syrien stammt, hat uns vom dortigen Kriegsgeschehen berichtet. Sie hat von zerstörten Häusern und vielen Toten in den Straßen erzählt. Bei ihren Erinnerungen kamen ihr immer wieder die Tränen.

Mohammad aus dem Irak berichtete von explodierenden Minen auf Kinderspielplätzen.

Wir haben Berichte gelesen, die erklärten, dass der Klimawandel viele Gegenden unbewohnbar macht, dass deshalb das Leben der Menschen dort bedroht ist und sie sich auf die Flucht begeben müssen.

 Auch haben wir gelesen, dass der Reichtum auf der Welt nicht sehr gerecht verteilt ist und dass deshalb Schülerinnen und Schüler in Afrika sehr viel schlechtere Lebensbedingungen haben als wir.

Wir müssen erkennen, dass es vielen Menschen auf der Welt nicht so gut geht wie uns. Ungerechtigkeiten können immer wieder zu Konflikten führen.

Daher müssen wir uns auch 75 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges immer noch für den Frieden engagieren.

 

   

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